Taufe, Konfirmation, Trauung ...

Taufe

Jesus Christus spricht: „Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur. Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.“ (Markus 16, 15 + 16)

taufeIn der Bibel, dem Grunddokument unseres Glaubens als Christen, macht uns unser Herr, Jesus Christus selber die Taufe und den Glauben an ihn wichtig.
Glaube und Taufe gehören zusammen, auch wenn es nach evangelischem Verständnis keine eindeutige Reihenfolge gibt, so dass erst der Glaube vorhanden sein müsste, bevor eine Taufe möglich wäre.
Wir taufe in unserer Kirche deshalb sowohl Kinder, deren Eltern und Paten für sie eine Taufe wünschen, als auch Jugendliche oder Erwachsene, die diesen Wunsch selber äußern können.
Auch in der Taufe von Kindern begegnet ihnen der Zuspruch von Gottes Liebe und seinem Heil, seinem Dasein auch für sie; zugleich wartet ihre Taufe aber auch darauf, dass sie im Glauben annehmen, was Gott ihnen geschenkt hat und schenken will. Sie brauchen deshalb Eltern und Paten, die ihnen etwas vom Geschenk der Taufe und von den Möglichkeiten des Glauben sagen und weitergeben
In unseren Gemeinden findet die Taufe bei Bedarf einmal im Monat, in der Regel im Gemeindegottesdienst statt.
Sollten Sie die Taufe Ihres Kindes wünschen, erbitten wir eine rechtzeitige Anmeldung im Pfarramt.
Wir versuchen dabei auf die Terminwünsche der Eltern Rücksicht zu nehmen.
Nach der Anmeldung findet ein "Taufgespräch" mit der Familie des Täuflings statt. In ihm ist Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen, zum Nachdenken über das, was christlicher Glaube und Taufe bedeuten, und zu Absprachen bezüglich der Gestaltung des Taufgottesdienstes, in die wir gerne auch Eltern oder Paten mit einbeziehen, z.B. bei Lesungen oder Gebeten.

Der Zuspruch der Liebe Gottes findet in unserer Kirche seinen Ausdruck auch in einem Wort der Bibel, dem sog. „Taufspruch“, der dem Täufling unter Handauflegung mitgegeben wird.
Gerne dürfen Sie als Eltern diesen selber aus der Bibel auswählen.

 

Beispiele für Taufsprüche:

1. So spricht der Herr: Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir und will dich segnen. (1. Mose 26, 24)

2. Der Herr, dein Gott, ist ein barmherziger Gott; er will dich nicht verlassen noch verderben. (5. Mose 4, 31)

3. Gott hält den Bund und die Treue denen, die ihn lieben und seine Gebote halten. (Neh. 1, 5)

4. Er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen. (Psalm 91, 11)

5. Ich bin der Herr, dein Gott, der deine rechte Hand fasst und zu dir spricht: Fürchte dich nicht, ich helfe dir. (Jes. 41, 13)

6. So spricht der Herr: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein. (Jes. 43, 1)

7. So spricht der Herr: Du wirst erfahren, dass ich der Herr bin, an dem nicht zuschanden werden, die auf mich harren. (Jes. 49, 23)

8. Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der Herr, dein Erbarmer. (Jes. 54, 10)

9. Der Herr spricht: Ich will einen ewigen Bund mit ihnen schließen, dass ich nicht ablassen will, ihnen Gutes zu tun, und will ihnen Furcht vor mir ins Herz geben, dass sie nicht von mir weichen. (Jer. 32, 40)

10. Wer glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden. (Mk. 16, 16)

11. Jesus Christus spricht: Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich eingeht, der wird gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden. (Joh. 10, 9)

12. Christus spricht: Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und bin bekannt bei den Meinen. (Joh. 10, 14)

13. Der Gott der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben. (Röm. 15, 13)

14. Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseren Herrn. (1. Kor. 1, 9)

15. Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. Ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus. (Gal. 3, 26)

16. Gott, der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch vollenden bis an den Tag Jesu Christi. (Phil. 1, 6)

17. Der Gott des Friedens heilige euch durch und durch, und bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus. Treu ist er, der euch ruft, er wird's auch tun. (1. Thess. 5, 23, 24)

18. Der Herr ist treu, er wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen. (2. Thess. 3, 3)

19. Der Herr, dein Gott, ist bei dir, ein starker Heiland. (Zeph. 3, 17)

20. Siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der Herr. (Sach. 2, 14)

21. Christus spricht: Ich bin gekommen, dass sie das Leben und volle Genüge haben sollen. (Joh. 10, 10)

22. Es soll geschehen, wer den Namen des Herrn anrufen wird, soll errettet werden. (Apg. 2, 21)

 

 

Konfirmation

„Es gibt nichts Größeres, als wenn jemand seine ganze Hoffnung auf Gottes Gnade setzt und sich durch nichts davon abbringen lässt“ (Hebräerbrief Kapitel 13, Vers 9; Gute Nachricht-Übersetzung)

Die Konfirmation ist in unserer Kirche eine Erinnerung an die Taufe und die Einladung das Leben im Glauben bewusst an Gott fest zu machen.
"Konfirmation" kommt von lateinischen Wort "konfirmare" und bedeutet so viel wie "fest machen, bestätigen, bekräftigen".
Bei uns findet die Konfirmation jeweils am Sonntag, zwei Wochen vor Ostern statt.
Vorbereitet wird sie durch den Konfirmandenunterricht, der im September jeden Jahres beginnt, und zu dem es einen Einführungs- und Anmeldeabend, jeweils etwa 6 Wochen vor den Sommerferien, gibt.
In der Regel sind zur Konfirmation und zum Konfirmandenunterricht Jugendliche eingeladen, die dann die 8. Klasse der Schule besuchen.
Bei Fragen zur Konfirmation oder zum Konfirmandenunterricht können Sie sich gerne jederzeit an das Pfarramt wende
n.

 

 

Trauung

„Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen" (Josua 24, 15).

 

trauungEine Trauung ist nach evangelischem Verständnis ein Gottesdienst anlässlich einer Eheschließung, in dem wir den lebendigen Gott um seinen Schutz und seinen Segen für ein Ehepaar bitten, das bereits auf dem Standesamt seinen Ehebund geschlossene hat.
Der Wunsch einen Traugottesdienst zu feiern, sollte frühzeitig beim Pfarramt angemeldet werden, damit geeignete Termine gefunden werden können.
Einige Wochen vor dem Trautermin findet ein Traugespräch statt, in dem das Brautpaar und der Pfarrer sich kennen lernen und gemeinsam den Gottesdienst vorbereiten können.

Der Ablauf einer kirchlichen Trauung sieht ungefähr so aus:

Orgelspiel mit Einzug

Begrüßung

Lied der Gemeinde

Eingangsworte, Gebet

(evtl. Musikstück oder Chor)

Ansprache über den Trauspruch

Lied oder Musik

Lesungen zur Ehe

Traufrage/Trauversprechen

Ringwechsel (falls gewünscht)

Gebet

Segnung des Paares

Lied oder Musik

Fürbittengebet mit Vaterunser

(Gemeindelied, wenn vorher Musik)

Segen

Auszug mit Orgelspiel

 

Mögliche Bibelworte für eine Trauung:

Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch.
Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. (Ruth 1,16)

Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn; er wird's wohl machen. (Psalm 37,5)

Der Herr denkt an uns und segnet uns. (Psalm 115,12)

Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der Herr allein lenkt seinen Schritt.
(Sprüche 16,9)

Christus spricht: Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. (Matthäus 28,20)

So ist's ja besser zu zweien als allein; denn sie haben guten Lohn für ihre Mühe.
Fällt einer von ihnen, so hilft ihm der andere auf. Weh dem, der allein ist, wenn er fällt,
dann ist kein anderer da, der ihm aufhilft. (Prediger 4,9-10)

Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm. Stark wie der
Tod ist die Liebe, die Leidenschaft ist unwiderstehlich wie die Unterwelt. Ihre Glut ist
feurig und eine Flamme des Herrn, so dass auch viele Wasser die Liebe nicht auslöschen
und Ströme sie nicht ertränken können. Wenn einer seinen ganzen Reichtum für
die Liebe böte, so könnte das alles nicht genügen. (Hoheslied 8,6-7)

Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt,
wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander liebt. (Johannes 13,34)

Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. (Römer 12,12)

Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob! (Römer 15,7)

Einen andern Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist; das ist Jesus Christus.
(1. Korinther 3,11)

Werft euer Vertrauen nicht weg, denn es hat eine große Belohnung. (Hebräer 10,35)

Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht
Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das
Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht
über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles,
sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. Die Liebe hört niemals auf. Nun aber
bleiben Glaube, Liebe Hoffnung, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
(1. Korinther 13,4.8.13)

Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen! (1. Korinther 16,14)

Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. (Kolosser 3,14)

Lebt als Kinder des Lichts. Die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und
Wahrheit. (Epheser 5,8-9)

Lasset uns nicht lieben mit Worten, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit.
(1. Johannes 3,18)

Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns
vollkommen. (1. Johannes 4,12)

Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.
(1. Johannes 4,16)